Sandro Märki, Landwit

Mitte April haben wir ausgesät, nun heisst es abwarten, optimal bewässern und regelmässig jäten.

Sandro Märki
Landwirt

Der Bauer aus Rüfenach bewirtschaftet innerhalb des Wasserschlossreis-Projekts die knapp ein Hektar grosse Parzelle der Limmatkraftwerke AG (LKW) am Limmatweg in Untersiggenthal. «Da sich die Sorte Carnaroli letztes Jahr nicht besonders bewährt hat, setzen wir heuer ganz auf Loto- Reis.» Eine Herausforderung, denn die hiesigen klimatischen Bedingungen sind kaum mit jenen in Asien, insbesondere in China zu vergleichen, wo rund 90 Prozent der weltweiten Reisproduktion stattfindet. «Entscheidend sind die Temperaturen und der Wasserhaushalt auf dem Feld», sagt Märki. «Ist es zu nass, kann der Reis nicht atmen. Bekommt er zu wenig Wasser, trocknet er aus.» Das Wetter der nächsten Monate wird also zeigen, wie die Ernte im Spätherbst ausfällt. «Wenn es sehr gut läuft, rechnen wir mit etwa zwei Tonnen Reis pro Hektar.» Zu hoffen bleibt auch, dass die feuchten Aargauer Reisfelder wieder viele tierische Gäste anziehen. «Ob Frösche oder Libellen, die Felder werden jeweils rasch zu einem Biotop für ganz viele Tierarten – das macht Freude.»

Projekt «Wasserschlossreis»

Risotto regionale

Rezeptidee für einen herzhaften Risotto mit Zutaten aus der Region (für 2 Personen)
  • 150 g Wasserschlossreis abspülen
  • Regionales Sommergemüse wie Rüebli, Sellerie oder Lauch fein schneiden
  • 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe fein hacken, in etwas Butter oder Öl leicht dämpfen
  • Den Reis und das Gemüse beifügen, anziehen lassen, mit Weisswein oder Bouillon ablöschen und etwas einkochen lassen
  • Bouillon dazugeben, bis der Reis gut bedeckt ist, ab und zu umrühren und nach Bedarf Bouillon nachgiessen
  • bei mittlerer Hitze den Reis in ca. 20 bis 30 Minuten weich kochen
  • Käse, Butter oder Rahm nach Belieben beifügen und allenfalls mit Pfeffer und Salz abschmecken


«En Guete!»