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Smart gemacht: So tauscht die RWB die alten Stromzähler aus

Die Regionalwerke AG Baden ersetzt bis ins Jahr 2027 rund 15’000 Stromzähler etappenweise durch Smart Meter. Der Austausch hin zur digitalen Strommessung hat letzten Herbst gestartet und verläuft bisher nach Plan. Daniel Senn, Leiter Messtechnik bei der RWB, zieht eine positive Zwischenbilanz.

Herr Senn, vor einigen Monaten hat die RWB im Gebiet Oberer Kappelerhof die ersten Smart Meter installiert. Wie zufrieden sind Sie mit der ersten Etappe?

Wir sind zufrieden mit dem Verlauf dieses Pilot-Rollouts, darauf lässt sich aufbauen. Gesamthaft haben wir letzten Herbst im Oberen Kappelerhof rund 280 Zähler durch Smart Meter ersetzt. Dabei wurden unsere Prozesse von der Planung und Disposition über die Kundeninformation bis zum Wechsel der Zähler durchgängig zum ersten Mal durchgespielt und überprüft.

Welches sind nun die Haupterkenntnisse aus dem Pilotgebiet?

Die eingesetzten Smart Meter funktionieren zuverlässig. Auch die ausführliche und gezielte Kommunikation mit den Kunden hat sich aus unserer Sicht bewährt. Wir konnten unser Vorhaben planmässig und ohne nennenswerte Hürden umsetzen. Sichtbar für die Kunden ist nur der eigentliche Zählerwechsel durch unsere Monteure.

Und was sehen die Kunden nicht?

Dass hinter dem Ganzen viel mehr steckt, als man denkt. Vor allem seitens IT muss viel aufgebaut und dabei sichergestellt werden, dass alles zuverlässig und gesetzeskonform funktioniert. Gerade was IT-Fragen und die Materialbeschaffung betrifft, stehen wir im Austausch mit 43 weiteren Schweizer Energieversorgungsunternehmen. Vor zwei Jahren haben wir gemeinsam die Kooperationsgesellschaft e-sy AG gegründet, um das Smart Metering in den jeweiligen Versorgungsgebieten möglichst kostengünstig einzuführen und das nötige Know-how aufzubauen.

Welche Daten liefern die bereits installierten digitalen Geräte?

Alle Smart Meter übermitteln täglich die Messwerte des jeweiligen Energieverbrauchs an einen Datenserver der RWB. Im Moment sind wir dabei, die Systeme so zu erweitern, dass die Kunden des Pilotgebiets bald im Webportal ihren Stromverbrauch einsehen können und RWB die Rechnungserstellung auf Basis dieser Daten ausführen kann.

Wie kompliziert ist die Montage solcher Smart Meter?

Dies hängt von den Gegebenheiten vor Ort in der Hauptverteilung ab. Vor allem ältere Verteilungen mit engen Platzverhältnissen sind für den Zählerwechsel aufwändiger. Aber unsere Monteure sind erfahren und finden in der Regel eine Lösung. Im Normalfall dauert die Installation eines Smart Meters etwa eine halbe Stunde.

Kommt es dabei auf Kundenseite zu Einschränkungen?

Die wesentliche Einschränkung für unsere Kunden ist sicherlich der kurzzeitige Unterbruch der Stromversorgung. Dieser dauert normalerweise rund eine Viertelstunde. Unsere Monteure setzen alles daran, den Unterbruch möglichst kurzzuhalten. Weiter sollten die Kunden Geräte wie beispielsweise Fernseher, Computer oder Server vorgängig ausschalten und vom Netz trennen. Bei gewissen Haushaltsgeräten wie Backöfen kann es sein, dass die Uhr nach unserer Installation gerichtet werden muss.

Wie sieht der weitere Rollout-Plan aus?

Gemäss der Energiestrategie des Bundes müssen bis ins Jahr 2027 mindestens 80 Prozent der Stromzähler im RWB-Versorgungsgebiet durch Smart Meter ersetzt sein. Terminlich sind wir also auf Kurs. Anfang 2021 haben wir im Gebiet Kappelerhof weitere 300 Smart Meter installiert, im Herbst wird dieses Gebiet abgeschlossen sein. Geplant ist, danach die Etappen Bäder/ Verenaäcker und Baden Nord in Angriff zu nehmen. Siehe Rollout-Plan >

Daniel Senn
Leiter Messtechnik

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