
2025

Montag bis Donnerstag
8.00 – 11.45 / 13.30 – 16.30 Uhr
Freitag
8.00 – 11.45 / 13.30 – 16.00 Uhr
Berichterstattung zum Geschäftsjahr 2025
Der Lagebericht des Geschäftsführers und die Berichte der VR-Präsidenten zum Geschäftsjahr 2025.
Regionalwerke Holding AG Baden
Die Regionalwerke Holding AG Baden ist als Beteiligungsgesellschaft nicht operativ tätig. Als Eigentümerin begleitet sie die strategische Ausrichtung und Entwicklung ihrer beiden Tochtergesellschaften RWB AG und LKW AG. Sie steht hinter deren Zielen, gewährt den notwendigen unternehmerischen Spielraum und unterstützt sie bei der Erfüllung ihres Leistungsauftrags.
Bericht des VR-Präsidenten
In diesem Jahr stelle ich meinen Dank an erste Stelle. Er gilt allen Mitarbeitenden sowie der Geschäftsleitung der RWB AG für ihren grossartigen Einsatz im Jahr 2025. Das Team hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Ebenso danke ich meiner Verwaltungsratskollegin und meinen Verwaltungsratskollegen herzlich für die vertrauensvolle und engagierte Zusammenarbeit. Das Gremium bringt sich aktiv ein und stellt die richtigen Weichen für die erfolgreiche Entwicklung unserer Unternehmensgruppe.
Das VR-Gremium stellt die richtigen Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung unserer Unternehmensgruppe.

Der Verwaltungsrat der Holding trat im Berichtsjahr zu drei Sitzungen zusammen. Im März behandelte er die Jahresabschlüsse und verabschiedete die Anträge zuhanden der Generalversammlung. Besondere Aufmerksamkeit galt Andreas Borer, dem neuen Geschäftsführer der RWB AG, den der Verwaltungsrat persönlich kennenlernte und anschliessend auch zum Geschäftsführer der Holding wählte. Mit dieser Neuwahl war zugleich ein Abschied verbunden: Michael Sarbach danke ich nochmals herzlich für seine wertvolle und zukunftsorientierte Arbeit. Die Zusammenarbeit mit ihm war stets von Vertrauen und Offenheit geprägt. Ich bin überzeugt, dass diese Qualitäten unter der Leitung von Andreas Borer weitergeführt werden.
Die Generalversammlungen der RWB Gruppe fanden im Mai in der Stanzerei statt – mit zahlreichen Gästen aus Gemeinden und Werken sowie mit Partnerinnen und Partnern, Stadtvertretenden sowie Kundinnen und Kunden. Im August trafen sich die Verwaltungsratsmitglieder der RWB Gruppe zum traditionellen Abendanlass, der als Plattform für den informellen Austausch sehr geschätzt wird.
Die Septembersitzung wurde von Philippe Ramseier geleitet – herzlichen Dank für die verlässliche Stellvertretung. Erstmals nahm Felix Schönenberger als neuer Finanzchef der RWB AG teil; in dieser Funktion trägt er auch die Verantwortung als CFO der Holding. Aus den Ausführungen von Andreas Borer zu seinen ersten Monaten bei der RWB konnte der Verwaltungsrat mit Zufriedenheit feststellen, dass sich nach den personellen Veränderungen wieder eine stabile Führungsstruktur mit ausgewiesenen Kräften in den Schlüsselpositionen etabliert hat. Weniger erfreulich war die Mitteilung der LKW AG über die deutlich höhere Baukostenschätzung für das Ausbauprojekt Kraftwerk Turgi, welche eine Überarbeitung der Businesspläne erforderte.
Im November standen insbesondere die Budgets 2026 im Fokus. Die RWB AG berichtete über die positive Entwicklung beim Ausbau der Fernwärme und Fernkälte mit Anschlusszahlen über Budget. Informiert wurde zudem über das Angebot an die Gemeinde Wohlenschwil zur Übernahme ihres Elektrizitätswerks. Aufgrund eines Rückweisungsantrags wird darüber jedoch frühestens im Sommer 2026 erneut abgestimmt. Ebenfalls Thema waren Gespräche mit der Gemeinde Wettingen über eine weitergehende Fernwärme-Erschliessung. Die RWB AG wird die Möglichkeiten vertieft prüfen und gemeinsam mit der Gemeinde die Finanzierungs- und Beteiligungsfragen klären. Aus der LKW AG kam schliesslich die bedauerliche Botschaft, dass aus wirtschaftlichen Gründen leider auf einen Ausbau des Kraftwerks Turgi verzichtet werden muss.
Die Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften ist konstruktiv und von Vertrauen sowie Respekt geprägt. Dieses partnerschaftliche Miteinander und die Ausrichtung auf gemeinsame Ziele bilden eine zentrale Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe und das Erreichen der Energie- und Klimaziele der Stadt Baden. Dafür danke ich allen Beteiligten herzlich.
Regionalwerke AG Baden
Die Regionalwerke AG Baden versorgt die Stadt und teilweise die Region mit Energie und Trinkwasser und bietet ein breites Angebot an Dienstleistungen an.
Bericht des VR-Präsidenten
Die ersten Monate des letzten Geschäftsjahres waren – neben dem laufenden Tagesgeschäft – geprägt von verschiedenen personellen / organisatorischen Veränderungen in der operativen Führung. Dank dem ausserordentlichen Einsatz aller beteiligten Mitarbeitenden, einer guten Übergangslösung und dem gelungenen Start von Andreas Borer als Geschäftsführer und Felix Schönenberger als Finanzchef sind wir in der Geschäftsleitung wieder komplett und im Unternehmen ganz generell bestens aufgestellt.
Umso erfreulicher ist es, dass wir den eingeschlagenen Weg der Transformation der Energieversorgung in der Stadt Baden konsequent und erfolgreich weiterführen konnten. Dass dabei ein solides finanzielles Ergebnis erzielt wurde, ist aufgrund der noch vor uns liegenden Herausforderungen sehr wichtig.
Ganz besonders gilt das für den laufenden Umbau der Wärmeversorgung – weg von fossilen Energien – hin zur umweltschonenden Fernwärme / Fernkälte. Es müssen dazu grosse und komplexe Energiezentralen, weitläufige Leitungsnetze und so viele Hausanschlüsse wie möglich gebaut und betrieben werden. Es geht dabei also nicht nur um enorme Investitionen, sondern auch um langfristige Geschäftsmodelle, welche eine sorgfältige finanzielle Führung erfordern.

Die RWB entwickelt sich auch im zunehmend komplexen Umfeld der Energieversorgung konsequent weiter.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass eine gute Gasversorgung in den nächsten Jahren wichtig bleibt, da diese trotz Energiewende bis auf weiteres einen relevanten Anteil der Heizenergie für Haushalte und Industrie liefert. Zudem bauen wir den Anteil von umweltfreundlichem Biogas – aus eigener Produktion – laufend aus. Dieses ist dank unseren CO² -Verflüssigungsanlagen praktisch CO² -neutral. Auf einen voreiligen Rückbau der flexiblen und zuverlässigen Gasnetze sollte deshalb auch in Baden verzichtet werden.
Nicht nur die Wärme-, sondern auch die Stromversorgung steht vor grossen Veränderungen mit entsprechenden Herausforderungen. Dazu gehört die zunehmende Anzahl von dezentralen Stromeinspeisungen (PV-Anlagen), Speichern und Ladestationen für die Elektromobilität. Entsprechend müssen die Netze physisch angepasst bzw. erweitert und digitalisiert werden.
Dank unseren engagierten Mitarbeitenden – vom Lehrling bis zur Geschäftsleitung – werden wir die Weiterentwicklung unserer Energieversorgung erfolgreich fortführen können. Ein herzliches Dankeschön geht aber auch an alle unsere Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner:innen und insbesondere auch an unsere Eigentümerin – die Stadt Baden!
Lagebericht des Geschäftsführers
Geschäftsgang (Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen)
Im Geschäftsjahr 2025 präsentierte sich die Nachfrage nach den Leistungen der RWB-Gruppe insgesamt stabil bis steigend. Insbesondere der Ausbau der Fernwärme- und Fernkältenetze (FW/FK) entwickelte sich über den Erwartungen, mit vielen neuen Anschlussverträgen in bestehenden und insbesondere in den neuen Ausbaugebieten. Neben Haushaltskunden konnten wiederum viele Grosskunden neu gewonnen oder langfristig gebunden werden. Die Nachfrage nach nachhaltigen Energielösungen nahm weiter zu.
Das Gasgeschäft blieb trotz zunehmender regulatorischer Unsicherheiten und politischer Diskussionen ein wesentlicher Ertragspfeiler, der einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Wärmetransformation leistet. Gleichzeitig zeigten sich erste Auswirkungen der energiepolitischen Rahmenbedingungen in Form von Kundenverunsicherung und erhöhter Beratungsnachfrage (neues Energiegesetz). Im Strombereich mussten wir einige Abgänge von Marktkunden hinnehmen, konnten auf der anderen Seite aber auch neue Marktverträge abschliessen. Die Übernahme des Stromnetzes Turgi per 1. Januar 2026 stellt einen bedeutenden Schritt zur Erweiterung des Versorgungsgebiets dar.
Die RWB konnte im Berichtsjahr erneut viele Gemeinden und Werke mit Dienstleistungen unterstützen. Angesichts zunehmender gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen, des anhaltenden Fachkräftemangels, des wachsenden Digitalisierungsbedarfs sowie steigender Erwartungen von Kundinnen und Kunden sind Gemeinden und Werke heute in verstärktem Mass auf professionelle Unterstützung angewiesen.
Erneuerbare Energien, neue Produkte und Dienstleistungen, Digitalisierung
Die RWB-Gruppe investierte im Berichtsjahr substanziell in die Weiterentwicklung nachhaltiger Energieerzeugungs- und Versorgungslösungen. Neben dem weiteren Ausbau der Fernwärme- und Fernkälteversorgung zählten dabei die neuen Projekte zur Biogasaufbereitung sowie zur CO²-Abscheidung und -Verwertung zu den zentralen Schwerpunkten. Neben dem Bau unserer eigenen neuen CO²-Anlage in Niederwil durften wir mit Partnern zusammen weitere CO²-Projekte verfolgen.
Aufgrund der kantonalen und nationalen neuen Gesetzgebung haben wir die Palette der Strom- und Gasprodukte vereinfacht und stärker auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Und das mit dem Ziel, ein übersichtliches Sortiment zu schaffen und noch stärker auf nachhaltige Energien zu setzen. Wir haben dazu den Input des RWB-Kundenforums abgeholt und diesen in die Produktegestaltung miteinfliessen lassen.
Im Bereich Digitalisierung wurden wesentliche Fortschritte erzielt. Die Neuorganisation mit der Stabsstelle «Digitalisierung & Prozesse», die Weiterentwicklung von Abacus, die Einführung digitaler Tools, die Stabilisierung und Erhöhung der IT- und Datensicherheit sowie die Mitarbeit an branchenspezifischen Plattformen trugen zur Effizienzsteigerung und zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen bei.
Aussergewöhnliche Ereignisse
Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von einigen aussergewöhnlichen betrieblichen, personellen und auch technischen Ereignissen. Auf personeller Ebene wurde im Berichtsjahr ein umfassender Wechsel in der Geschäftsleitung sowie in zentralen Schlüsselpositionen erfolgreich vollzogen. Dabei konnte sichergestellt werden, dass trotz des Übergangs sowohl Kontinuität und Entscheidungsfähigkeit als auch das Vertrauen der Mitarbeitenden und der relevanten Stakeholder jederzeit gewahrt blieben.
Auf operativer Ebene kam es zu mehreren Versorgungsstörungen (Strom-, Gas- und Kälteversorgung), die jeweils rasch behoben wurden und die mehrheitlich aufgrund externer Einflüsse entstanden waren. Wir haben die von uns beinflussbaren Vorfälle zum Anlass von vertieften Analysen, Prozessanpassungen und zusätzlichen Schulungsmassnahmen genommen. Hervorzuheben sind zudem technische Ereignisse in Energiezentralen, Kraftwerken und Biogasanlagen sowie Verzögerungen bei einzelnen Grossprojekten aufgrund externer Einflüsse (z. B. Lieferantenkonkurse).
Strategisch bedeutend war der Abschluss des Kaufvertrags für das Stromnetz Turgi, welches wir ab dem 1. Januar 2026 von der AEW Energie AG übernommen haben.
Die Gemeinde Wohlenschwil hat im Berichtsjahr ihr Elektrizitätswerk zum Verkauf angeboten. Wir konnten uns gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen. An der Gemeindeversammlung wurde der Verkauf jedoch aufgrund eines Rückweisungsantrags vorläufig sistiert. Wir sind gespannt, wann das Geschäft erneut traktandiert wird, und hoffen sehr auf die Zustimmung der Bevölkerung zum Verkauf an die RWB.
Die RWB-Gruppe richtet ihre Strategie weiterhin konsequent auf eine nachhaltige, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung aus.

Zukunftsaussichten
Die RWB-Gruppe richtet ihre Strategie weiterhin konsequent auf eine nachhaltige, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung aus. Der weitere Ausbau der Fernwärme- und Fernkälteversorgung, die zuverlässige Unterstützung von Gemeinden und Werken, die Entwicklung von CO² - und Biogas- Lösungen sowie die Begleitung von Kundinnen und Kunden auf dem Weg zu Netto-Null stehen im Zentrum der künftigen Geschäftsentwicklung.
Angesichts des hohen Investitionsbedarfs und der zunehmenden regulatorischen Anforderungen werden die Priorisierung von Projekten, eine sorgfältige Finanz- und Liquiditätsplanung sowie die enge Abstimmung mit Eigentümern, Gemeinden und Partnern weiter an Bedeutung gewinnen. Die laufende Überarbeitung der Markt- und Produktstrategie im Rahmen der Strategie 2030 bildet hierfür eine zentrale Grundlage.
Risikobeurteilung
Die Geschäftstätigkeit der RWB-Gruppe ist mit vielfältigen Risiken verbunden. Wesentliche Risiken ergeben sich aus gesetzlichen und regulatorischen Veränderungen (insbesondere Gasversorgungsgesetz, Strommarktöffnung, Tarifregulierung), aus finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit grossen Investitionsprojekten sowie aus den technischen und betrieblichen Risiken komplexer Infrastrukturen.
In der Stadt Baden ist die Revision des Energiekonzeptes in Gang, welches die Integration des neuen Ortsteils Turgi und die Zukunft des Gasnetzes als zentrale Punkte beinhaltet.
Wir haben im Rahmen der Vernehmlassung zum EU-Abkommen eine Stellungnahme zum Stromabkommen abgegeben und uns darin vollumfänglich der Meinung des VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen) angeschlossen. Die RWB hat sich zudem zur Vernehmlassung zum Entwurf des Gasversorgungsgesetzes geäussert und sich dabei an die Position des VSG (Verband der Schweizerischen Gasindustrie) gehalten und die Vorlage zurückgewiesen.
Weitere Risiken betreffen Cyber- und Informationssicherheit, Lieferketten, Projektverzögerungen, Zahlungsausfälle sowie rechtliche Auseinandersetzungen mit einzelnen Kunden oder Vertragspartnern. Die RWB begegnet diesen Risiken mit einem systematischen Risikomanagement, klaren Governance Strukturen, regelmässigen Audits sowie gezielten Versicherungs- und Sicherheitsmassnahmen.
Personal und Führung
Die Anzahl der Vollzeitstellen betrug 2025 durchschnittlich 154.50. Ende 2025 beschäftigte die RWB 182 Personen (inkl. 16 Ableser:innen).
Die Suche nach Fachpersonal ist nach wie vor herausfordernd. Dennoch ist es uns auch im Berichtsjahr gelungen, frei gewordene Stellen wieder mit kompetenten und motivierten neuen Mitarbeitenden zu besetzen. Die RWB ist für die Arbeitnehmenden eine attraktive Arbeitgeberin mit einem vorteilhaften Standort mitten in der Stadt.
Ich durfte am 1. April 2025 die Geschäftsführung der RWB als Nachfolger von Michael Sarbach übernehmen und in die faszinierende Welt der Energie- und Wasserversorgung eintauchen. Die Mitarbeitenden der RWB haben mich freundlich und mit grosser Offenheit empfangen und mich im Umgang mit den vielfältigen und anspruchsvollen Themen eines Energieversorgungsunternehmens tatkräftig unterstützt. Dafür bin ich sehr dankbar.
Dankbar bin ich auch für die gute Aufnahme durch die Mitglieder der drei Verwaltungsratsgremien der RWB Gruppe und das mir geschenkte Vertrauen.
Verwaltungsrat und Geschäftsleitung danken allen Mitarbeitenden für ihren grossen Einsatz, ihre hohe Fachkompetenz und ihre Flexibilität in einem anspruchsvollen und ereignisreichen Geschäftsjahr 2025. Der Dank gilt ebenso den Kundinnen und Kunden, unseren Eigentümern, den Gemeinden und Werken, den Partnern, den Behörden sowie allen weiteren Anspruchsgruppen für das entgegengebrachte Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit.
Limmatkraftwerke AG
Die Limmatkraftwerke AG produziert in ihren sechs Kraftwerken umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft. Die Firma beschäftigt für die operative Tätigkeit kein eigenes Personal. Zwischen der Limmatkraftwerke AG (LKW) und der Regionalwerke AG Baden (RWB) besteht ein Betriebsführungsvertrag und zwischen der LKW und der Axpo AG ein Managementvertrag.
Bericht des VR-Präsidenten
Die Wasserkraftwerke im Kanton Aargau decken rund 65 % des kantonalen Strombedarfs und spielen eine zentrale Rolle bei den erneuerbaren Energien. Der Kanton Aargau ist im Rahmen seiner Energiestrategie bestrebt, die Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen bis 2035 zu steigern. Die Wasserkraft spielt dabei eine zentrale Rolle. Dies umfasst den Ausbau und die Erneuerung bestehender Anlagen sowie die Nutzung von Potenzialen der Kleinwasserkraft – und das unter Berücksichtigung von Gewässerschutz und Umweltauflagen.
Eigentlich ideale Voraussetzungen für einen Ausbau des Kraftwerks Turgi. In den letzten zwei Jahren haben wir das Ausbauprojekt umfassend überarbeitet, wobei sich in dieser Zeit die technischen und regulatorischen Anforderungen stetig erhöhten. Der Kanton Aargau unterstützte den Prozess aktiv. Im Sommer mussten wir allerdings erkennen, dass sich ein Ausbau des Kraftwerks Turgi auch mit zusätzlichen Optimierungen wirtschaftlich nicht umsetzen lässt. Geschäftsleitung und Verwaltungsrat haben daher entschieden, auf die Realisierung zu verzichten. Beide Gremien bedauern den Projektabbruch aus energiepolitischer Sicht sehr. Die Limmatkraftwerke AG konzentriert sich nun auf die Umsetzung der notwendigen Massnahmen aus dem Gewässerschutzgesetz. Wir danken an dieser Stelle allen Beteiligten für ihr grosses Engagement und ihre wertvolle Arbeit während des gesamten Verlaufs.
Unsere Kraftwerke produzierten im vergangenen Jahr rund 80 GWh erneuerbaren Strom. Aufgrund der geringen Niederschläge im ersten Halbjahr lag die Jahresproduktion bei 94 % des Budgets. Im Kraftwerk Aue verzögerte sich die Inbetriebsetzung der revidierten Maschinengruppe 2 wegen aufgetauchter Probleme mit dem Laufrad. In den kommenden Jahren werden weitere Massnahmen umgesetzt, um die Verfügbarkeit unserer Anlagen langfristig zu sichern. Der VR hat dafür Investitionskredite für die Teilrevision der Maschinengruppe 3 im Kraftwerk Aue sowie für die Gesamterneuerung der Maschinensteuerung im Kraftwerk Kappelerhof gesprochen.

In den kommenden Jahren werden weitere Massnahmen umgesetzt, um die Verfügbarkeit unserer Anlagen langfristig zu sichern.
In der Spinnerei Turgi konnte im Oktober der als Edelrohausbau sanierte Hausteil Ost planmässig für den Mieterausbau übergeben werden. Der historisch wertvolle Dachstuhl der Liegenschaft wurde ertüchtigt und die neue PV-Anlage in Betrieb genommen. Damit nutzt die Limmatkraftwerke künftig eine weitere nachhaltige Energiequelle. Wir sind zuversichtlich, dass die letzten Sanierungs- und Umgebungsarbeiten bis Mitte 2026 abgeschlossen sind.
Per 1. April 2025 übergab Michael Sarbach den Vorsitz der Geschäftsleitung an Andreas Borer, welcher mit seiner ausgeprägten Fach- und Führungskompetenz einen reibungslosen Übergang ermöglichte. Ich danke Michael Sarbach nochmals für seine wertvolle Arbeit und das grosse Engagement. Er setzte bei wichtigen Projekten im entscheidenden Moment stets die richtigen Prioritäten.
Im Herbst wählte der Verwaltungsrat Michael Kammerlander zum neuen technischen Geschäftsleiter der Limmatkraftwerke AG. Wir profitieren von seinen langjährigen Erfahrungen in der Unternehmensgruppe, und die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr erfolgreich.
Mein herzlicher Dank gilt der Geschäftsleitung und allen Mitarbeitenden, die tagtäglich für einen reibungslosen Kraftwerksbetrieb sorgen. Der Dank geht zudem an die Kollegin und die Kollegen des Verwaltungsrates für ihr ausserordentliches Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.