Jubiläum Monika Keller
Jubiläum

In einem kurzen Interview beantwortet Monika folgende Fragen:

20 Jahre am Empfang – was hätte dein damaliges «Ich» an deinem heutigen Arbeitsalltag wohl am meisten überrascht?

Mein damaliges Ich wäre wahrscheinlich überrascht gewesen, wie sehr sich mein Arbeitsalltag in den vergangenen 20 Jahren verändert hat. Heute läuft vieles digitaler und schneller. Trotzdem ist der persönliche Kontakt am Empfang geblieben – und nach wie vor sehr wichtig.
Am Empfang bin ich Ansprechpartnerin, Organisatorin, Problemlöserin und manchmal sogar ein wenig Psychologin für interne und externe Personen. Am meisten hätte mich wohl überrascht, dass ich auch nach 20 Jahren noch immer gerne am Empfang arbeite – nicht wegen der Routine, sondern wegen der Menschen und weil kein Tag genau wie der andere ist.

 

Was ist in den vergangenen 20 Jahren am Empfang verschwunden – und was möchtest du auf keinen Fall missen?

In den vergangenen 20 Jahren ist am Empfang vieles verschwunden oder hat sich verändert: zum Beispiel handschriftliche Notizen und manche Abläufe, die früher ganz selbstverständlich waren.
Was ich aber auf keinen Fall missen möchte, ist der persönliche Kontakt zu den Menschen. Ein freundliches «Guten Morgen», ein kurzes Gespräch, das gemeinsame Finden einer Lösung oder einfach die Möglichkeit, jemandem weiterzuhelfen – genau das macht für mich die Arbeit am Empfang aus.
Technik kann vieles erleichtern, ersetzt für mich aber nicht das menschliche Miteinander.

 

Was macht einen richtig guten Arbeitstag für dich aus?

Ein richtig guter Arbeitstag ist für mich ein Tag, an dem alles gut läuft und ich vielen Menschen weiterhelfen konnte. Es sind aber auch die kleinen Momente, die zählen: ein freundliches Gespräch, ein Dankeschön oder ein Lächeln. Wenn ich am Ende des Tages zufrieden nach Hause gehe, war es für mich ein richtig guter Arbeitstag.

 

Bei welcher Geschichte aus 20 Jahren am Empfang musst du heute noch lächeln?

Eine Geschichte, die ich nie vergessen werde, ist die Rettung junger Schwäne beim Kraftwerk Kappelerhof. Die Jungtiere waren durch die Schleuse gespült worden, während die Schwanenmutter oben zurückblieb. Eine Anwohnerin nahm kurzerhand ihren Vorhang ab und rettete die jungen Schwäne gemeinsam mit ihren Nachbarinnen und Nachbarn.

 

Welche Begegnung mit einem Gast, einer Kollegin oder einem Kollegen wirst du wahrscheinlich nie vergessen?

Ein Erlebnis, das ich wahrscheinlich nie vergessen werde, begann mit dem Anruf eines Mitarbeiters, der unter starker Atemnot litt. Er konnte nur noch die Nummer der Telefonzentrale wählen. Meine erste Frage war, wo er sich befand. Anschliessend alarmierte ich umgehend über die Notrufnummer 144 die Rettungskräfte und stellte die Verbindung her.
Kurz darauf kollabierte der Mitarbeiter und war nicht mehr erreichbar. Da ich die Rettungsleitstelle noch am Telefon hatte, konnte ich seinen Standort bekannt geben, sodass die Rettungskräfte sofort ausrücken konnten. Durch mein schnelles Handeln und die umgehende Alarmierung konnte Schlimmeres verhindert und das Leben des Mitarbeiters gerettet werden. Später stellte sich heraus, dass er von einer Hornisse gestochen worden war.

 

Wenn dein Empfangstresen Geschichten erzählen könnte: Welche müssten beim Jubiläum unbedingt dabei sein?

Mein Empfangstresen könnte viele lustige, berührende und auch traurige Geschichten über interne und externe Personen erzählen. Welche davon beim Jubiläum unbedingt dabei sein müssten? Das bleibt ein Geheimnis – denn diese Geschichten werden auch in Zukunft bei mir und meinem Empfangstresen gut aufgehoben bleiben.