Weyermann
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Kundenmagazin PlusMinus Ausgabe Winter 2025

Frau Weyermann, wer sind Sie?

Ich komme aus der Region Aarau und habe ursprünglich eine KV-Lehre in einem Treuhandbüro gemacht. Danach habe ich in verschiedenen Branchen gearbeitet und mich zur Finanzfachfrau und Führungsfachfrau – beides mit eidgenössischem Fachausweis – weitergebildet. Nun bin ich seit einigen Jahren bei der RWB. Die Energiebranche ist ein lebendiges Business, das gefällt mir.

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben?

Da gibt es einige. Einerseits bin ich zuständig für die ganze Anlagenbuchhaltung und die Bewertung der «Aufträge in Arbeit» unserer Fremdprojekte. Ich mache andererseits Rechnungsprüfungen, arbeite an Abschlüssen mit und bin in die Liquiditäts- und Controllingaufgaben der Projekte involviert. Die RWB verantwortet auch die Buchführung unserer Partnerfirmen geoPro Suisse AG, Regio HIK GmbH und CO2 Energie AG, an welchen wir gemeinsam mit anderen Stadtwerken und Firmen beteiligt sind.

Wie viele Rechnungen gehen täglich über Ihren Tisch?

Meine Arbeitskollegin und ich bearbeiten täglich etwa 50 bis 70 Kreditorenrechnungen. Zusammen mit den Projektleitern aus den verschiedenen Bereichen prüfen wir, ob die erfassten Zahlen stimmen, ob die Kosten den richtigen Projekten belastet wurden und wie es kosten- und ertragsseitig aussieht. Die Kommunikation ist dabei sehr wichtig.

Wer schickt eigentlich Rechnungen an die RWB?

Die RWB stellt die Versorgung unserer Kundinnen und Kunden mit Energie und Trinkwasser sicher. Dazu braucht es für Bau, Unterhalt und Betrieb der Netze viel Material und externe Leistungen von Partnern wie Ingenieurbüros und Bauunternehmen. Neben diesen Ausgaben zählen auch die Energiebeschaffungskosten zu den grossen Kostenblöcken.

Meine Arbeit erfordert viel Kommunikation und einen ausgeprägten Sinn fürs Grosse und Ganze.

Sonja Weyermann
Finanzbuchhalterin
Was sind die täglichen Herausforderungen?

Die RWB ist in viele Projekte involviert. Die damit verbundenen Zahlen und Beträge im Blick zu behalten, kann recht herausfordernd sein. Die Abstimmung mit den Projektleitern und anderen Instanzen erfordert hin und wieder etwas Geduld und Detektivarbeit, was es aber auch spannend macht. Letztlich geht es darum, dass die Zahlen stimmen und dass wir als RWB die Rechnungen unserer Auftragnehmer pünktlich bezahlen. Das ist auch eine Imagefrage.

Waren Sie schon immer ein Zahlenmensch?

Ja, ich hatte schon immer Freude an Zahlen. Zahlen stellen für mich etwas Klares dar, und ich mag klare Ergebnisse. Mir macht es Spass, genau zu arbeiten, und ich finde es spannend, komplexe Aufgaben zu lösen. Ich bin aber nicht nur an den Zahlen interessiert, sondern will auch die Zusammenhänge verstehen, finanziellen Abweichungen auf den Grund gehen, Systemfehler ausmerzen und Prognosen treffen.

Welche Vorurteile hören Sie in Bezug auf Ihre Arbeit?

Es ist ein Klischee, wenn Leute behaupten, unser Job sei bieder und langweilig. Ich sehe mich jedenfalls überhaupt nicht als typische Buchhalterin, die sich allein im stillen Kämmerlein mit ihren Zahlen beschäftigt. Meine Arbeit erfordert viel Kommunikation und einen ausgeprägten Sinn fürs Grosse und Ganze. Bei der Tätigkeit in einem mittelgrossen Unternehmen wie der RWB schätze ich, dass man sich kennt und Hand in Hand arbeitet.

Wie erholen Sie sich von all den Zahlen?

Indem ich viel Sport treibe und regelmässig ins Fitness gehe. Ich wandere und reise öfters, beispielsweise nach Kuba oder Frankreich. Ausserdem koche ich gerne. Hier lasse ich die Zahlen und Rezepte meist weg und lebe mich kreativ aus.

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