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Kundenmagazin PlusMinus Ausgabe Sommer 2025
Herr Wiederkehr, was ist Ihre Aufgabe?
Mein Team und ich sind für den Unterhalt der Energieanlagen zuständig. Dazu gehören das Holzheizkraftwerk in Dättwil, sämtliche Fernwärme- und Fernkälteanlagen der RWB in Baden Nord, beim Terrassenbad und beim Schulhaus Kappelerhof.
Was gibt es in diesen Anlagen genau zu unterhalten?
Oberstes Ziel ist es, die Kundinnen und Kunden jederzeit mit Wärme oder Kälte zu versorgen. Dazu müssen sämtliche Anlagen, die im Einsatz sind, einwandfrei funktionieren. Im Falle des Fernwärme- und Fernkältenetzes ist zum Beispiel entscheidend, dass die Qualität des zirkulierenden Wassers stimmt. Dieses Heizungswasser muss aufbereitet sein, damit die Leitungen geschützt sind. Dazu muss der ganze Prozess überwacht werden.
Wie funktioniert diese Überwachung?
Auf unseren Rundgängen achten wir beispielsweise darauf, dass die Anlagenteile tadellos laufen – oder dass beim Biomassekraftwerk in Dättwil die Qualität der Holzschnitzel stimmt. Zudem kontrollieren wir die Fehlerüberwachung der Fernwärmenetze, damit mögliche Lecks frühzeitig entdeckt werden.
Ich habe eine sehr spannende Aufgabe, arbeite mit modernen Geräten und Anlagen und lerne jeden Tag etwas dazu.
Wann finden diese Kontrollen statt?
Die Rundgänge werden periodisch durchgeführt. Grundsätzlich kontrollieren sich viele Systeme selbst. Im Falle einer Fehlermeldung über das Leitsystem ist es unsere Aufgabe, der Ursache auf den Grund zu gehen und das Problem zu beheben.
Welche Fähigkeiten braucht man für Ihre Aufgaben?
Es ist sicher ein Vorteil, wenn man einen Handwerksberuf gelernt hat. Zudem habe ich eine Heizwerkführerausbildung abgeschlossen. Ansonsten erfordert meine Aufgabe einiges an Vorstellungsvermögen. Man muss wissen und verstehen, was im Innern einer Anlage vor sich geht. Denn eines unserer Ziele ist es, dass die Anlagen eine möglichst lange Lebensdauer erreichen. Für die Piketteinsätze sollte man belastbar sein und in den verschiedenen Situationen einen kühlen Kopf bewahren können.
Welche Herausforderungen begegnen Sie in Ihrem Arbeitsalltag?
Wir hatten diesen Winter beispielsweise einige Zeit Probleme mit der Biomasseanlage in Dättwil. Der Holznachschub funktionierte nicht wie gewünscht, die Holzqualität war nicht optimal. Die Anlage kühlte immer wieder ab, es kam zu Störungen. Funktioniert die Anlage nicht wie gewünscht, schlägt das System Alarm. Dann müssen wir ausrücken und das Problem bei jeder Tages- und Nachtzeit lösen.
Was mögen Sie an Ihrem Job, was nicht?
In der Nacht aufzustehen, weil der Pikettdienst ruft, ist nicht immer angenehm, aber man gewöhnt sich daran. Ansonsten habe ich eine sehr spannende Aufgabe, arbeite mit modernen Geräten und Anlagen und lerne jeden Tag etwas dazu. Mir wird es ganz sicher nicht langweilig.

