Fernwärme-/Fernkälteausbau

Dienst

Leistung

Energie

Investitionen für das Klima

Die Regionalwerke AG Baden plant über die nächsten zehn Jahre einen starken Ausbau der Fernwärmeversorgung und gleichzeitig den Aufbau eines Fernkältenetzes. Der Verwaltungsrat hat 2020 die notwendigen Investitionen zugunsten einer klimafreundlichen Energiezukunft gutgeheissen und damit auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der energiepolitischen Ziele der Stadt Baden gesprochen.

Dank den ambitionierten Ausbauzielen kann die Stadt Baden mittelfristig mit zusätzlich 40 GWh Wärme und mit über 10 GWh Kälte versorgt werden. Der erneuerbare Anteil soll dabei von Anfang an mind. 80% betragen und sukzessive auf 100% gesteigert werden. Der geplante Ausbau und der bereits realisierte Fernwärmeanschluss Baden Nord an die KVA Turgi (Abwärme) werden der Umwelt jährlich rund 10’000 Tonnen CO²-Ausstoss einsparen. Das entspricht der Hälfte der Menge, welche die Stadt Baden bis 2030 reduzieren will.

Werner Graber und Kurt Schmid, Verwaltungsrats-Präsidenten RWB und FWS, bei der offiziellen Einweihung des Projekts SiBaNo als Meilenstein für die Umstellung auf erneuerbare Fernwärme Baden.

Mittels digitalen 3D-Modellen erstellte das Projektteam eine Wärme- und Kälte-Bedarfsanalyse für die Stadt Baden und liess von Geologen und kantonalen Fachexperten die Nutzung von Grundwasser-Pumpsystemen prüfen, inklusive Langzeitpumpversuchen. Mit den gesammelten Erkenntnissen können wir nun die strategische Leitungsplanung für die Realisierung unserer Ausbauziele weiter vorbereiten (siehe Kartenausschnitt mit den Planungshorizonten vorerst bis 2023 und bis 2025).

Im Zentrum der ersten Realisierungsphase wird die Energiezentrale Baden Nord ausgebaut. Das bereits bestehende Fernwärmenetz Baden Nord wird von dort aus in Richtung Innenstadt erweitert. Parallel zum Ausbau der Fernwärmeleitungen wird ein neues Kältenetz gebaut, dessen Speisung ebenfalls aus der Energiezentrale Baden Nord erfolgen wird.

 «Um das Potenzial für Fernwärme und -kälte richtig abschätzen zu können, haben wir mithilfe eines GIS-Planungstools alle Gebäude der Stadt darauf untersucht, wie sie genutzt werden und wie hoch deren Energieverbrauch ist.»

Jonas Hurter
Projektleiter

Als Technologien für die Bereitstellung von Wärme und Kälte setzen wir auf einen möglichst grossen Anteil Freecooling und auf grosse Grundwasserwärmepumpen. Rechts der Limmat wird analog der Energiezentrale Baden Nord auch eine Grundwasser-Wärmepumpen-Zentrale gebaut. Von dort werden in einer ersten Phase die Areale Kantonsschule und Regionales Pflegezentrum versorgt. 

Die geplante Entwicklung der Quartiere Kappelerhof, der Vorstadt und der weitere Ausbau des Gebietes rechts der Limmat ermöglichen ab 2025 einen Zusammenschluss der einzelnen «Energie-Cluster» zu einem grossen städtischen Wärme- und Kälte-Ring. Das bietet den Vorteil, dass mit der Einspeisung von Wärme und Kälte aus mehreren Energiezentralen eine hohe Verfügbarkeit des Gesamtsystems mit erneuerbarer Energie garantiert werden kann.

Grundwasser-Pumpversuch auf dem Brown Boveri Platz

Bohrwendel

Vorübergehende Abdichtung Brunnenrohr