Reservoir Belvedere Baden
Wasser-
versorgung

Kundenmagazin PlusMinus Ausgabe Winter 2026

 

Für Mensch, Tier und Pflanzen: Dass ohne Wasser gar nichts geht, müsste allgemein bekannt sein. Deshalb gehört die lückenlose Versorgung der Bevölkerung in und um Baden mit sauberem Trink- und Brauchwasser zu den wichtigsten Aufgaben der RWB. Diesen Herbst hat die RWB vom Kanton Aargau die Konzession für die weitere Nutzung des Grundwassers im Hinterhofwald für die nächsten 15 Jahre erhalten. Dieses Grundwasserpump werk am Oberen Mätteliweg ist ein zentrales Standbein für die regionale Wasserversorgung.

Verbund für den Krisenfall 

Um die Versorgung auch im Notfall sicherzustellen, wurde der Wasserverbund oberes Aargauer Limmattal initiiert. Dieser stellt die Versorgung zwischen Baden, Neuenhof, Würenlos, Furttal, Spreitenbach und auch der Stadt Dietikon sicher, die wiederum am Zürcher Wassernetz an- geschlossen ist. Durch einen sogenannten Ringschluss werden die Gemeinden miteinander verbunden. Dadurch ist in Krisensituationen, wie zum Beispiel bei einer Grundwasserverschmutzung, Naturereignissen oder bei einem Ausfall von Pumpwerken, jederzeit genügend sauberes Wasser für alle verfügbar. Der Bau der entsprechenden Netzverbindungen für diesen Verbund ist in Gang und dauert mehrere Jahre.

Reservoir Belvedere Baden
Reservoir Belvédère, Baden
Grundwasserpumpwerk Hinterhofwald
Grundwasserpumpwerk Hinterhofwald

Auch KI sorgt für Sicherheit 

Das Badener Trinkwasser stammt aus Quellen und Grundwasser. Die Grundwasserpumpwerke der RWB werden bereits seit Jahren online überwacht und die Trinkwasserqualität kontinuierlich geprüft. lm Moment läuft ein Pilotprojekt, mit einem Kl-gestützten Überwachungssystem neu auch die Quellen auf mögliche Verunreinigungen zu kontrollieren. Dieses autonome Frühwarnsystem wurde als innovatives Wasserversorgung Forschungsprojekt von der Ostschweizer Fachhochschule und der Firma Rittmeyer AG entwickelt. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung mit stromunabhängigen Sensoren, die direkt an der Wasser quelle installiert sind. Die Sensoren messen Parameter wie Trübung, Leitfähigkeit, Nitrat oder Temperatur. Eine intelligente Datenanalyse erkennt Abweichungen in Echtzeit und schlägt, falls nötig, Alarm. Die RWB testet das System schon seit 2024. «Das Frühwarnsystem sammelt umfassende Daten zur Wasserqualität und ermöglicht eine sofortige Reaktion auf Veränderungen», sagt Raphael Baumann, Leiter Wasserversorgung bei der RWB. «Dadurch entsteht eine solide Grundlage für eine langfristige und flächendeckende Qualitätssicherung.» Das System bringt einen klaren Mehrwert. Bislang kontrollieren viele Wasserversorger die Qualität nur stichprobenartig, weshalb Belastungen unter Umständen unbemerkt bleiben

Lange Leitungen für klares Wasser

Mit einem ca. 150 Kilometer langen Verteilnetz versorgt die RWB rund 23 600 Menschen mit frischem Wasser.